Inhaltsverzeichnis
Einleitung
- Leistungsergebnisse
- Motivationsstärke und Leistungsergebnis
- Lockes Zieltheorie
- Effizienz der Aufgabenbeurteilung
- Effizienz (Güte des Leistungsergebnisses)
- Anderer Ansatz: BAumeisters Phänomen
- Kumulative Leistung
- Bezugsnormen für Leistungsergebnisse
- Motivationspsychologischer Primat der individuellen Bezugsnorm
- Bezugsnorm-Orientierung
- Bezugsnormorientierung als Motivationskonzept
- Quellenverzeichnis
Einleitung
Der Bereich der Allgemeinen Psychologie II beschäftigt sich mit den
Schwerpunktthemen der Motivation und Emotion. In meinem Referat habe ich mir
die Leistungsmotivation vorgenommen und werde einen Teil dieser Richtung
näher darstellen.
Der Begriff der Motivation ist aus dem Lateinischen abgeleitet, wo er
"Bewegung auslösend" bedeutet, und gilt als allgemeine, umfassende
Bezeichnung für Prozesse, die dem Verhalten Intensität, bestimmte Richtung
und Ablaufform verleihen.
Schon 1938 erkannte Henry Murray das bzw. ein "Bedürfnis, etwas zu
leisten" - das Leistungsbedürfnis. Dieses Bedürfnis ist bei jedem Menschen
anders ausgeprägt und beeinflußt demzufolge auch ganz individuell deren
Neigung, (1) nach Erfolg zu streben und (2) ihre eigenen Leistungen zu
bewerten.
Ein ganz wesentlicher Aspekt in der Leistungsmotivation ist der Einfluß
einer Zeitperspektive, womit die erlernte Neigung zur Orientierung auf die
Zukunft (Zukunfts-Perspektive), auf die Gegenwart oder die Vergangenheit
gemeint ist. DeCharms und Muir zogen 1978 aus einer Untersuchung die
Erkenntnis, daß die Zukunftsorientierung ein entscheidender Punkt für die
Leistungs- und Arbeitsmotivation ist. "Vieles dessen, was wir unternehmen,
tun wir wegen seiner Bedeutung für unsere Zukunft und nicht wegen seines
gegenwärtigen hedonistischen Wertes."
1. Leistungsergebnisse
Ein Punkt in der Leistungsmotivation ist das Setzen eines entsprechenden
Anspruchsniveaus. Krau (1982) fand heraus, daß dieser Vorgang verschiedenen
Stadien einer Handlung angehört:
- Zielsetzung
(geschätzte Schwierigkeit einer Aufgabe und das Leistungsmotiv)
- Vorbereitung für die Realisierung
(eingeplanter Aufwand an Anstrengung)
- tatsächliche Realisierung
(tatsächlich aufgewendete Anstrengung und die Einstellung zu
Arbeiten und Autoritäten
Ferner weist Krau darauf hin, daß das Leistungsmotiv nicht mit der
tatsächlich aufgewendeten Anstrengung und der erreichten Leistung
zusammenhängt, sondern mit der intendierten Anstrengung und so auch mit den
Variablen des Realisierungsstadiums - also vom subjektiven Empfinden der
jeweiligen Person.
|