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| Stark sein in Beziehungskrisen: Wie man Partnerprobleme löst, ohne zu verlieren
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Klar und einleuchtend
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Stark sein in Beziehungskrisen: Wie man Partnerprobleme löst, ohne zu verlieren (Taschenbuch) Nachdem ich vor einigen Jahren Lausters "Die Liebe" gelesen hatte und mich damals noch etwas sträubte gegen seine Anschauung derselben, teile ich sie mittlerweile zu 100%.
Der Titel ist etwas irreführend, handelt es sich doch nicht um einen Ratgeber für Krisenzeiten, sondern m.E. eher um eine Darstellung und Erklärung der unbewussten Hintergründe und der Verhaltensweisen und Machtmechanismen bei zwischenmenschlichen Problemen. Lauster trennt immer wieder deutlich zwischen Liebe und Beziehung und sieht hier einer der Hauptschlüssel für Enttäuschungen und romantischen Fehleinschätzungen. Ein Buch, das man eher vor der Aufnahme einer Beziehung lesen sollte, als während einer Krise, denn es ist sehr hilfreich bei der Aufdeckung eigener Verhaltensweisen, neurotischen Hintergründe usw. und hilft im Vorfeld Dinge zu vermeiden. Es animiert, sich selbst schonungslos zu erkennen und genau darin die wahre Chance für eine natürliche Harmonie zwischen Liebe und Beziehung zu entdecken und vor allem sich vor Abhängigkeit und Machtkämpfe zu schützen.
Das Buch unterscheidet sich von vielen anderen dadurch, dass es weder Anleitungen oder Rezepte für das Gelingen von Beziehungen aufzeigt, noch psychologische Hintergründe ohne Zusammenhang schildert. Vielmehr ist es ein Buch für jeden Einzelnen, der neugierig auf sich selbst ist und im Stillen bereit ist, sich seinem wahren, oft beschämenden Ich zu stellen und so an der Basis eines beziehungsfeindlichen und Liebe zerstörenden Verhalten zu arbeiten. Eigenbeobachtung, Auseinandersetzung mit Wünschen und Bedürfnisse, Illusionen und der Realität sind wiederkehrende Themen. Ab und zu erschrickt man etwas durch die offene Sprache, jedoch liegt genau darin die Wirkung. Alles zielt ab auf Realtiätsannahme, Abkehr von Illusion und Erwartungen, Bedürfnisbefriedigung vom Partner. Unabhängig werden von der Egofütterung des Partners und so fähig, sich wirklich einzulassen ohne Angst vor Verlust oder Machtmissbrauch.
Gleich zu Beginn leitet er ein, dass Liebe, Sex und BEziehung drei getrennte Dinge seien, was bei manchem LEser sicher auf Ablehnung stößt. Durch seine nachvollziehbare Schilderung und Erklärung der Zusammenhänge erfährt der Leser jedoch fast Erleichterung und Hoffnung, es wirklich selbst in der Hand zu haben, wie er Liebe und Beziehung verbinden kann. Freiheit und Bei-Sich-Bleiben und sich gegenseitig lassen wie man ist, sind Themen, die sich immer wiederholen und vor verschiedenen Hintergründen beleuchtet werden.
Sicher kein Buch, das tröstet und den Schein einer besseren neuen Liebe vorgaukelt, sondern schonungslos zur Selbstverantwortung und damit aber auch Unabhängigkeit aufruft.
Das Buch ist sehr einfach und klar geschrieben, sehr passend zum Inhalt, der kaum misszuverstehen ist.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 21. Januar 2004 | | | | | | | |
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