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Leistungsmotivation

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2. Effizienz der Aufgabenbearbeitung


2.1. Effizienz (Güte des Leistungsergebnisses)

Atkinson (1974) meint, daß "zwischen der Motivationsstärke bei der Ausführung einer Aufgabe und der Effizienz der Ausführung ... keine monotine Beziehung besteht."

Die maximale Effizienz ergibt sich, wie bei Locke auch, je komplexer und schwieriger die Aufgabenanforderungen sind. Dabei unterscheidet er:

  1. die Untermotivation und

  2. die Übermotivation
die beide die Effizienz unterschiedlich beeinflussen.

Aus diesen Unterschiedungen ergaben sich drei Kriterien von denen die optimale Motivationsstärke abhängig ist:

  1. Motivstärke (Person)

  2. subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit
    (Aufgabe)

  3. Situation
    (situative Anreize, die unabhängig von der Erfolgswahrscheinlichkeit sind; z.B. persönliche Wichtigkeit der Aufgabe)

Sind die Kriterien 1, 2 und 3 besonders stark ausgeprägt, so ist auch die Motivationsstärke besonders hoch.

Weitere empirische Belege für diese Befunde ergaben sich aus Untersuchungen von Entin (1974) und Sorrentino und Shapard (1978).


2.2. Anderer Ansatz: Baumeisters Phänomen

Baumeister (1984) beschreibt ein Phänomen, das er als "Abwürgen unter Druck" (chocking under pressure) bezeichnet, und meint damit paradoxe Leistungsverschlechterungen, wenn es darauf ankommt, besonders gut zu sein - im Gegensatz zu Atkinson, der ja meint: Maximale Effizienz bei schwierigen und komplexen Aufgaben.

Die Ursachen für dieses Phänomen sieht er:

  1. in der zu stark auf die eigene Tätigkeit gerichteten Aufmerkamkeit. die dann ihren automatisierten und gelernten Ablauf hindert/stört; und
  2. in der Interferenz selbstbezogener Kognitionen mit der ablaufenden Aufgabentätigkeit

Somit ergeben sich einige typische Anreizvaribalen für Effiziensverluste:

  1. Anwesenheit kritischer Beobachter
  2. Wetteifer
  3. leistungsabhängige Belohnungen und Sanktionen
  4. Ich-Relevanz der Aufgabe
  5. vermittelnde Bedingungen:
    • hohe Aufgabenkomplexität
    • Erwartungen
    • individuelle Unterschiede
  
Grundlagen des Verhaltens in Organisationen
Siehe auch:
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