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Leistungsmotivation

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3. Kumulative Leistung

Atkinson (1974) entwarf eine weitere Formel zur Vorhersage der Leistungsgüte. Seine Meinung ist, daß Leistungsgüte das Produkt aus Fähigkeit und Effizienz ist.

Leistungsgüte = Fähigkeiot x Effizienz

Diese Formel entwickelten Atkinson (1974) und Feather (1962) noch weiter und kamen zu folgendem Ergebnis für kumulative Leistungen. Kumulative Leistungen ergeben sich dementsprechend aus dem Produkt von Leistungsgüte und aufgewendeter Arbeitszeit.

Kumulative Leistung = Leistungsgüte x aufgewendete Arbeitszeit

Die aufgewendete Arbeitszeit hängt dabei von:

  1. der Stärke der Erfolgsmotivation (Person)
  2. dem leistungsthematischen Anreizgehalt der alltäglichen Lebensumwelt (Situation) und
  3. der Stärke konkurrierender Motive
ab.

An diesen Ergebnissen zeigt sich auch eine doppelte Rolle der Leistungsmotivation beim Zustandekommen kumulativer Leistungen. Zum einen übt sie einfluß auf die Effizienz der momentanen Aufgabenbearbeitung in Abhängigkeit von den Aufgabenerfordernissen aus und zum anderen hat sie Einfluß auf die Dauer der aufgewendeten Arbeitszeit in Relation zur Motivationsstärke für Alternativmöglichkeiten.


4. Bezugsnormen für Leistungergebnisse

Heckhausen (974) definiert eine Bezugsnorm als den Standard bzw. Maßstab zur Bewertung eines Handlungsergebnisses. Im allgemeinen werden drei Bezugsnormen unterschieden:

  1. die individuelle Bezugsnorm
    Bei der individuellen Bezugsnorm wird das erzielte Leistungsergebnis auf vorausgehende Ergebnisse bezogen und festgestellt, ob es gleich geblieben ist oder sich verschlechtert oder verbesser hat.
    Man kann diese Bezugsnorm auch als den zeitlichen Längsschnitt einer individuellen Entwicklung sehen.

  2. die normative oder soziale Bezugsnorm
    Bei dieser Art der Bezugsnorm wird das Leistungsergebnis einer Person mit entsprechenden Ergebnissen anderer Personen verglichen und eine Rangliste erstellt. Kurz gesagt betrifft diese Bezugsnorm die Leistungsverteilung innerhalb einer sozialen Bezugsgruppe (meist im zeitlichen Längsschnitt)

  3. die sachliche Bezugsnorm
    Bei der sachlichen Bezugsnorm wird das Leistungsergebnis an Kriterien gemessen, die in der Natur der Aufgabe liegen (objektiv vorhandenen Schwierigkeiten),

Die verschiedenen Bezugsnormen werden meist gemeinsam gebraucht. Am bedeutsamsten für die Leistungsmotivtion - so ergaben Untersuchungen - erwies sich die individuelle Bezugsnorm. Um diesen Aspekt soll es in der weiteren Abhandlung meines Referates gehen.


  
Die Kunst der Selbstmotivierung: Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen
Siehe auch:
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Einstellungen erkennen, beeinflussen und nac...
Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie: Motivati...
Authentisches Selbstmanagement: Übungen zur Stei...
Grundriss der Psychologie: Motivation: BD 6
Motivationspsychologie kompakt
 
   
 
     
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