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Leistungsmotivation

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5. Motivationspsychologischer Primat der individuellen Bezugsnorm

Die individuelle Bezugsnorm hat einen besonderen Stellenwert bei der Leistungsmotivation. Man bezeichnet sie als motivationspsychologisches Primat und begründet es damit, daß, wenn man eine Aufgabe bzw. seinen Leistungsstand bei einer Aufgabe nach den zuvor erzielten Ergebnissen beurteit, man in der Regel eine Kovariation von Anstrengung und Ausdauer mit einer sich verbessernden Leistung erlebt.

So ergeben sich auch Unterschiede zwischen der individuellen und der sozialen Bezugsnorm. Zum einen richtet sich die Aufmerksamkeit bei der individuellen Beugsnorm auf die tatsächliche Leistungsverbesserungg, die objektiv gemessen werden kann, und zum anderen auf die eigene Anstrengung und Ausdauer. Ein wesentlicher Aspekt, der das Primat erst effektiv und positiv erscheinen läß:t, ist, daß die Ergebnisse im Lichte der individuellen Bezugsnorm willentlich beinflußbar und steuerbar erscheinen und sind.

Im Gegensatz dazu ist eine willentliche Beeinflussung bei der sozialen Bezugsnorm kaum oder gar nicht möglich. Doch um den Gedankengang weiterzuführen sollen auch die Aufmerksamkeitsrichtungen der sozialen Bezugsnorm genannt werden. Sie richtet sich vor allem auf den relativen Ranglistenplatz und auf die unterschiedlichen, aber gleichbleibenden Fähigkeiten der Vergleichsgruppe. So kann man schon erkennen, wie schwer oder unmöglich es ist die soziale Bezugsnorm zu seinen Gunsten auszunutzen. Diese Möglichkeit scheint nur dann gegeben zu sein, wenn man selber in der Rangliste weit oben platziert ist oder wenn man sich eine Vergleichgruppe sucht (Steuerbare Möglichkeit bei sozialer Bezugsnormorientierung), in der man einen hohen Rangplatz einnnehmen kann. Dies kann allerdings nur das subjektive Empfinden der Person verbessern, doch wohl kaum zu einer Leistungsverbesserung führen.

Zum Einfluß der Bezugsnrom liegen noch keine systematsichen Untersuchungen vor.

Es gibt eine Untersuchung von Krampen (1987), die sich mit den Einflüssen der Bezugsnormen beschäftigte. Er kam zu dem Resultat, daß die individuelle Bezugsnorm einen günstigen Einfluß auf Leistungsverbesserungen ausübt als soziale Bezugsnormen. Der Einfluß bei der Setzung eines Anspruchsniveaus wird ebenfalls positiv durch die individuelle Bezugsnorm beeinflußt. Sie erweist sich dann realistischer, zeigt geringere Zieldiskrepanzen und weniger atypische Zielverschiebungen.

Weitere Unetrsuchungen gingen der von Krampen voraus. Zum einen eine Untersuchung unter Mitarbeit von Rheinberg, Ducha und Michels (1980). In dieser Untersuchung zeigte sich, daß der Einfluß auf die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit bei der individuellen Bezugsnorm besser ist.

In einer anderen Untersuchung von Heckhausen (1975) zeigte sich ein positiver Einfluß der individuellen bezugsnorm auf die intendierte Anstrengung.


  
Limbic Success (Broschiert)
von Hans-Georg Häusel
Siehe auch:
Brain Script. Warum kunden kaufen
von Hans-Georg Häusel
Think Limbic!, m. Audio-CD
von Hans-Georg Häusel
Tausend und eine Macht. Marketing und moderne Hirnforschung
von Werner T. Fuchs
Neuromarketing. Erkenntnisse der Hirnforschung für Markenführung, Werbung und Verkauf
von Hans-Georg Häusel
 
    
     
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